Anlässlich unserer fröhlich-bunten Silvesterfeier hat unsere Bewohnerin Frau Schaafberg einen wundervollen Jahresrückblick gedichtet, der das Jahr in unserem Haus schön zusammenfasst. Bei leckeren Getränken und Knabbereien wurden sie sage und schreibe 26 Strophen vorgelesen. Ein großes Dankeschön an Frau Schaafberg und alles Gute für 2026!
Ihr Lieben,
das Jahr, es neigt sich jetzt zum Ende
Und bevor ich den Kalender wende
Wollt ich zusammenfassen,
Was die letzten Monate haben hinterlassen.
Der Januar war noch besinnlich,
Im Februar man dann erschreckt sich,
Da war doch was, was war da gleich ...
Fasching heißt er dieser Brauch,
Den wir eigentlich feiern hier auch.
Die Bewohner zu verkleiden war es zu spät
Doch der Ersatz zum neuen Renner gerät.
In wilder Verkleidung zur Modenschau
Auf dem roten Teppich durch den Speisesaal
Heizten die Mitarbeiter die Stimmung an
Die Bewohner strahlten, ein jeder so gut er kann.
Der 14. Februar ist bekanntlich Valentinstag
Gefeiert wurde auch dieser Tag.
Tanja, die Tochter einer Bewohnerin aus dem sechsten Stock
Tanzte als Tanzlehrerin nicht Roll and Rock
Sondern Lindy Hop zu Sekt und roter Deko
Der ein oder andere erinnerte sich seiner Liebsten so.
Dann begann eine ereignislosere Zeit
Der Speisesaal musste gemacht werden bereit.
Große Ereignisse warfen ihre Schatten voraus,
Das große Jubiläum stand ins Haus
Und der Speisesaal bekam ein neues Gewand
Sodass dort nichts konnte fi nden statt.
Das Ergebnis ließ sich aber sehen
Und das Feiern konnte weitergehen.
Der 15. Mai war der große Tag
An den ich mich gerne erinnern mag.
Bewohner, Mitarbeiter und Gäste
Versammelten sich zu diesem Feste.
Essen und Trinken gab es zu Hauf
Und viel Unterhaltung noch oben drauf.
Die Mitarbeitergaben wirklich alles
Und allen hat gefallen es.
Sarah wirbelte gleich zweimal durch die Jahren
In allen Tanzstilen die da so waren.
Drei Damen von der Betreuung
Machten Aerobic zur allgemeinen Erstaunung.
Unterstützt wurden sie dabei sogar
Von einem Big Boss, der aus Sottrum war da.
Heino, Elvis und andere Prominente
Tanzten und sangen, da wackelten die Wände.
Cocktails und köstliche Leckereien
Ließen niemanden vor Hunger oder Durst erschreien.
Ein wunderschöner Tag ging schnell vorbei,
Auf das es nicht der Letzte sei!
Der Sommer gehörte der Außenwelt,
Die einem dann besonders gefällt.
Terrassen und Spazierengehen im Park
Daruf kaum einer verzichten mag.
Auch die üblichen Spiele fanden dort statt
Damit man auch davon noch mehr hat.
Beim Sommerfest mit Würstchen und Gaudi
Machten auch die Stillsten Wowdi.
Mit Musik und Spielen verging ein weiteres Event
Das man so sonst gar nicht kennt.
Wir sehen uns wieder im nächsten Jahr
Denn das kommt immer wieder, das ist klar.
Nun wurde es sportlich hier im Haus
Auch wenn dies nicht wurde bekannt darüber hinaus.
Zuerst kam die Olympiade im Denken
Und Quizzen bei schwierigen Fragen.
Da scheuten einige nicht ihr Wissen zu zeigen
Und stellten sich Saschas Buzzers Reigen.
Am Ende nach vielem Hin und Her,
Gewinnen und Verlieren kreuz und quer
Konnte da nur ein Sieger sein,
Auch wenn bei allen das Wissen ist nicht klein.
Und so steht jetzt für ein Jahr
Der Pokal in meinem Zimmer, ich sehe ihn von hier, ganz klar.
Aber auch körperlich sind wir noch fit
Und so machten auch viele wieder mit
Beim Luftballontennisturnier
Immer einer gegen einen und nicht vier gegen vier.
Auch vom Rollstuhl oder sitzend auf dem Sessel
War es wie ein Hexenkessel.
Die Ballons sie flogen durch den Raum
Hin und her, man glaubt es kaum.
Am Ende gab es auch hier einen echten Gewinner,
den Pokal hat auch er jetzt in seinem Zimmer -
Auch wenn der Deckel ging zu Bruch
So ist er wertvoll mehr als genug.
Ein Shantychor verzauberte dann alle
Auch dies wieder im Speisesaale.
Da wurde geschunkelt, gesungen, geklatscht und mehr
So manch einer fühlte sich wie auf dem echten Meer -
Und die Herren von der Musik
Sind gerne wieder willkommen keine Panik.
Oktoberfest? Wer braucht denn das
In Findorff gab man richtig Gas
Beim Freimarktfest im echten Stil
Wurde wie immer geboten viel.
Schmalzkuchen, Würstchen und Brötchen mit Fisch
Machten alle für die Spiele frisch.
Eine Tombola wie am echten Ort
Entlockte manchem ein lobendes Wort.
Verkleidet und geschminkt
Haben die Mitarbeiter gewirkt und gewinkt.
Und es war ein für alle ein Riesenspaß
Den so schnell wohl keiner vergaß.
Zu schnell war leider alles vorbei
Denn ein Problem quälte vielerlei
Wie kriegen wir all die Bewohner bloß -
Diese Sorge war groß -
All die vielen Bewohner wieder in ihre Zimmer
Beim einzigen Fahrstuhl gab es wie immer großes Gewimmer.
Aber wenigstens hielt er durch bis zum letzten Gast
Und das auch ganz ohne wirkliche Hast.
Stecken blieb er erst später und das ganz ohne Sinn,
Ich weiß es genau, ich saß nämlich drin.
Zu zweit fanden wir es aber dann eigentlich ganz lustig
So zwischen unten und oben
Wurden wir doch wieder raus gezogen.
Einen großen Wunsch gab es bei der Befragung.
Wie beim Public Viewing ein Kino am Abend zur Tagung.
Erfüllt wurde schnell auch dieser Traum
Von Sascha und Günay und anderen Helfern, man glaubt es kaum.
Die Lümmel von der ersten Bank und ein Weihnachtsfi lm sollen nur
Der Anfang sein für die Hollywoodtour.
Popcorn, Pizza und Sekt im großen Saal
Machten sicher viel Arbeit (und hoƯentlich keine Qual)
Ein Dank auch an die Pfl eger die
Länger blieben als sonst nie,
Damit alle zu späterer Stunde
Noch ins Bett kamen zur Nachterunde.
Im Advent habe ich es dann gewagt
Mich anzubieten erst ganz verzagt
Als Leserin von Geschichten, eigen und von andern
Da ließ ich meine Fantasie schon wandern.
Und zum Glück war es das erste Mal ein echter Erfolg
Dem hoƯentlich noch bald noch manch weiterer folgt.
Die Weihnachtsfeier mit Speis und Trank
Viel Spaß und Unterhaltung, Besinnlichkeit blieb im Schrank.
Leider konnte ich nicht sein dabei
Das Krankenhaus hörte mein Wehgeschrei.
Drum muss der Bericht hier bleiben knapp,
Nächstes Jahr ich hoƯentlich mehr zu berichten hab.
Heiligabend bescherten, wie schon in einigen Jahren,
Die Turmbläser wieder die Einstimmung gar.
Auf jeder Etage wurde gespielt
Manch Weihnachtslied, wie es sich einst verhielt.
Und auch das Christkind kam zu jedem
Frau Wieschnewski hat jedem gegeben
Das Geschenk des Jahres, duftig und kuschlig
Vielen Dank, gerne das nehm‘ ich.
Nun ist also fast Silvester und ich möchte schließen
Mit einer Party morgen, ohne Blei vergießen
Oder Böllerei
Wohl auch ohne Völlerei
Aber Bowle, das ist alles was ich weiß
Also kann ich nicht noch mehr geben Preis.
Vielen Dank für das ereignisreiche Jahr mit vielen Ereignissen. Dank an die Heimleitung,
an die Pfl egekräfte, die Ergotherapeuten und Sozialbetreuer, das Küchenteam, Ingo, die
Hauswirtschaft, die Wäscherei, die vielen Praktikantinnen und Praktikanten, die kurze
Zeit dabei waren, die Frisörin und viele andere Personen, die uns hier täglich betreuen.
Ich habe extra nur wenige namentlich genannt, weil ich Angst habe, sonst jemanden zu
vergessen.
Der Eine oder Andere denkt vielleicht jetzt an die, die letztes Jahr noch dabei waren und
es jetzt nicht mehr sind, sie sehen uns jetzt vielleicht von oben zu.
Damit will ich jetzt aber endlich schließen, lasst uns lieber das neue Jahr begießen. Frei
nach Dinner for One „The same Procedure as every Year James“.
Margit Schaafberg
Bremen FindorƯ, 30.12.2025



